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Freiwillig in die gesetzliche Rente einzahlen?

Die bittere Wahrheit über das Rentensystem in Deutschland. Lohnt es sich noch freiwillig in die gesetzliche Rente einzuzahlen?

Wann können Sie überhaupt freiwillig Beiträge in die gesetzliche Rente einzahlen?

Immer wieder wird mir die Frage gestellt, ob es sich lohnt, als Selbständiger oder auch als Angestellter freiwillig Beiträge in die gesetzliche Rente einzuzahlen.

Zur Erläuterung: Als Angestellter besteht die Möglichkeit, ab dem 55. Lebensjahr freiwillig höhere Beiträge in die gesetzliche Rente einzuzahlen. Das kann unter Umständen Sinn machen, wenn man schon zu einem früheren Zeitpunkt in Rente gehen möchte.

Aktuell liegt das Renteneintrittsalter bei 67 Jahren. Sie können aber schon mit 63 Jahren in Rente gehen. Für jedes Jahr, das Sie eher in Rente gehen als mit 67, werden Ihnen 0,3 % Ihrer Rentenansprüche abgezogen. Das bedeutet, dass die Rente geringer ausfällt und man daher gut kalkulieren muss, um im Rentenalter genügend Geld zur Verfügung zu haben.

Um diese Lücke zu füllen, kann man als Angestellter ab dem 55. Lebensjahr freiwillig höhere Beiträge in die gesetzliche Rente einzahlen, so dass man mit Renteneintritt auch eine höhere Rente erhält.

Lohnt es sich als Selbständiger freiwillig einzuzahlen?

Als Selbständiger ist man in aller Regel von der Rentenversicherung befreit, genauso wie ein Gesellschafter oder Geschäftsführer.

Dies sollten Sie aber unbedingt vorab von der Rentenversicherung prüfen lassen (sogenannte Statusfeststellung). Generell gilt: Als Selbständiger können Sie freiwillig Beiträge zahlen, wenn Sie später eine gesetzliche Rente erhalten möchten.

Die Frage ist aber nun: Lohnt es sich überhaupt, freiwillig in die gesetzliche Rente einzuzahlen?

Wie funktioniert das Rentensystem überhaupt?

Die gesetzliche Rente hat ihren Ursprung im Jahr 1890 und beruht auf einem fairen Prinzip:

Alle Menschen, die arbeiten und sozialversicherungspflichtig sind, zahlen in die Rentenkasse ein. Die Menschen, die im Rentenalter sind, erhalten ihre Rente aus diesem Topf. In diesen Topf können Selbständige und Gesellschafter/Geschäftsführer auch – freiwillig – einzahlen.

Für damalige Verhältnisse, im Jahr 1890, war dieses Prinzip sehr gut durchdacht. Es gab eine sehr hohe Anzahl an Arbeitnehmern, die dort einzahlten, und eine geringe Anzahl an Rentnern, die dem Topf etwas entnahmen.

Das Problem, das sich aber hier darstellt: es findet keine Kapitalansparung statt. Das heißt: der Topf ist jeden Monat nahezu leer, denn was vom Arbeitnehmer eingezahlt wird, wird auch sofort wieder vom Rentner entnommen. Dieses Prinzip kann also nur funktionieren, wenn möglichst viele Menschen dort einzahlen und möglichst wenige Menschen etwas entnehmen, so dass es auch für alle ausreichend ist.

Der demographische Wandel zeigt jedoch, dass wir immer älter werden. Dem gegenüber stehen geringere Geburtenraten. Dies bedeutet, es gibt immer weniger junge Menschen, die in die Rentenkasse einzahlen und immer mehr ältere Menschen, die aus dem Topf etwas erhalten.

Somit hat unser Rentensystem keinerlei Garantie, dass wir auch tatsächlich einen Rentenanspruch haben, wenn wir im entsprechenden Rentenalter sind. Wir können uns also nicht darauf verlassen, dass die Summe, die auf unserer jährlichen Renteninformation steht, auch tatsächlich die Summe ist, die wir später garantiert erhalten werden.

Fazit

Es ist möglich, als Selbständiger oder auch Angestellter freiwillig Beiträge in die gesetzliche Rente zu zahlen. Das Problem, das sich jedoch darstellt ist, dass wir nicht sicher wissen, dass wir die eingezahlten Beiträge später über die Rente auch wieder zurückerhalten, geschweige denn, ob wir überhaupt eine Rente erhalten werden.

Als Finanz- und Honorarberater warne ich davor, freiwillig mehr oder überhaupt Beiträge in die gesetzliche Rentenkasse einzuzahlen, wenn man nicht dazu verpflichtet ist.

Es gibt eine Vielzahl an alternativen Wegen, die Ihnen helfen können, im Alter finanziell abgesichert zu sein.

Wenn Sie wissen möchten, was man als Selbständiger oder auch Angestellter alternativ tun kann, um für später vorzusorgen und sich nicht auf die gesetzliche Rente verlassen möchte, dann melden Sie sich bei uns. Wir besprechen mit Ihnen, welche Lösung für Sie die Beste ist und wie Sie sicherer und einfacher Ihre Altersvorsorge planen können, damit Ihnen keine Rentenlücke entsteht.

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